Informationsveranstaltung am 10. Mai um 19 im DGH Esch

Wer hat Lust mitzumachen?

Das Wohnprojekt der Initiative Quartier vier in Bermbach geht in die nächste Phase / Mitstreiter gesucht

Eine Arbeitsgruppe der Initiative Quartier vier aus Heftriche, Bermbach, Nieder-Oberrod und Kröftel hat sich mit dem Thema Wohnen neu denken beschäftigt. Im Rahmen dieser Arbeit erhielt die Gruppe die Chance die Idee eines Gemeinschaftswohnprojektes (den Bau eines Mehrgenerationenhauses) weiterzuentwickeln und zu realisieren. Nachdem nun die Grundstruktur für die Gründung des Mehrgenerationen-Wohnprojektes erarbeitet wurde, lädt die Arbeitsgruppe für Freitag, den 10.Mai zu einer Informationsveranstaltung in das Dorfgemeinschaftshaus in Waldems-Esch ein. Hier wird das Projekt zum ersten Mal öffentlich vorgestellt.

Damit aus der Idee eine konkrete Wohngemeinschaft wird, braucht es Menschen, die bereit sind für das Projekt mitzuarbeiten. Freidenkende Menschen, die Lust an aktiver Teilhabe haben und sich für langfristiges Zusammenleben interessieren, die verbindlich und kompromissbereit, solidarisch und mutig sind, Verantwortung übernehmen und einfordern, so die ersten Überlegungen für das Wohnprojekt.

-hse/me-

Wohnen neu denken – AG Bauprojekt

Nach dem Workshop am 5. Januar finden das nächste Teamtreffen morgen Abend statt, 18 Uhr, im GH der evangelischen Kirche Heftrich.

Das Projekt soll weiter vorbereitet werden: Bewohner, Wohnform, Finanzierung, usw.
Die erarbeiteten Lösungen sollen der Gestaltung der Informationsveranstaltung am 22. März dienen.

In einem der kommenden AG-Treffen werden Vertreter der Gemeindeverwaltung Waldems teilnehmen. Außerdem will man überlegen, welche potentiellen Investoren/Bauträger Interesse haben könnten.

Hier die weiteren Termine:

25. Januar 2019, 18-20 Uhr, GH Heftrich, Konzept
11. Februar 2019, 18-20 Uhr, GH Heftrich, Konzept
25. Februar 2019, 18-20 Uhr, GH Heftrich, Konzept
11. März 2019, 18-20 Uhr, GH Heftrich, Konzept
20. März 2019, 18-19 Uhr, Ort? (wird nachgereicht), Probe
22. März 2019, xx Uhr (wird nachgereicht), DGH Esch, öffentliche Informationsveranstaltung
25. März 2019, 18 Uhr GH Heftrich (Nachbereitung)

Wohn-Projekt in Bermbach

Am 11. September trafen sich die AG und Interessierte zu einer Fragestunde im Gemeindehaus der evangelischen Kirche in Heftrich mit Bürgermeister Markus Hies aus Waldems.

Herr Hies stellte Historie, Stand und Lage des Baugebietes in Bermbach vor und beantwortete danach die Fragen der Teilnehmer und trat in eine Diskussion ein.
Der vorbereitete Bebauungsplan (B-Plan) sieht eine Bebauung auf 18 Grundstücken vor. Dabei sind z.Zt. Zeilenhäuser mit maximal drei Geschossen (Firsthöhe max. 11 Meter) vorgesehen. Die Gebäuderaster sind im B-Plan bereits hinterlegt.
Der B-Plan wird voraussichtlich Ende Oktober verabschiedet und eingereicht. Nach der Freigabe wird die Erschließung ausgeschrieben so dass voraussichtlich die Erschließung im Jahre 2019 erfolgen wird. Die Grundstücke sollen dann verkauft werden; nach dem Kauf soll das jeweilige Grundstück innerhalb von 48 Monaten bebaut sein.

Für das Wohnprojekt sind im Augenblick ca. 15 Wohneinheiten vorgesehen, wobei es hier noch keine Festlegung gibt. Die Wohneinheiten können als Miet-, oder Wohneigentums-Objekt, oder einer Mischform konzipiert werden. Z.B. könnten sich 2 bis 3 Parteien mit einem Bauträger zusammentun. Das Projekt als Genossenschaft durchzuführen ist möglich.
Die Gebäude sollen barrierefrei sein, teilunterkellert, mit Größen zwischen 70 und 120 m² (hier gibt es aber noch keine Festlegung). Es können auch Gemeinschaftsräume geplant werden (Wäsche, Werken, Versammlung, etc. → Anlaufstelle auch für „Nachbarn“). Es kann auch darüber nachgedacht werden eine Nutzung für die Diakoniestation zu planen (Betreuung).
Wünschenswert ist die Entwicklung eines Modelles für ein Mehrgenerationen-Haus. Ein Spielplatz befindet sich in der Nähe.
Standortvorteile für das Baugebiet sind: die Nähe zu Idstein, Anbindung an ÖPNV, Nähe zu Bundesstraße (jedoch ohne den Verkehrslärm), Einkaufsmöglichkeiten im nahe gelegenen Esch, zwei 0ausärzte, welche Hausbesuche machen, sowie der Kreuzhecker Hof mit seinen Versorgungsmöglichkeiten.

Die AG hat im Anschluss beschlossen, dass sie versuchen wird, das Thema Wohnprojekt „Am Steinmorgen“ in Bermbach anzustoßen und eine Gruppe zu initiieren, welche ein Konzept entwickelt. Als erster „Anstoß“ ist die Informationsveranstaltung am 26. Oktober geplant. Eine entsprechende Promotion soll vorbereitet werden.

Nächstes Treffen der AG:
15. Oktober 2018, 19.30 Uhr im Gemeindehaus Heftrich.

-me-

 

AG ‚Wohnen neu denken‘ hat sich Ende Mai getroffen

Am 28. Mai traf sich die AG ‚Wohnen neu denken‘ im Gemeindehaus Heftrich zur Beratung. Es wurden die Eindrücke der Besuche bei den Wohnprojekten besprochen; am 23. April besuchten AG-Mitglieder das Projekt ‚Taunussteiner Höfe‚ und am 3. Mai besuchten AG-Mitglieder das Projekt ‚Blücher Straße‚. Außerdem wurde von der Veranstaltung des Sozialverband VdKOrtsverband Idstein – am 24. Mai im Gerberhaus, in Idstein berichtet.

Dabei wurden sehr angeregt die verschiedenen Ansätze der Projekte beleuchtet und persönliche Vorlieben für gemeinschaftliches Wohnen diskutiert. Das Ziel der Diskussion war zu beschreiben, wie Wohnprojekte angegangen werden können.

So wurde das Thema Finanzierung besprochen:

Die Finanzierung von Wohnprojekten an sich muss nicht problematisch sein, wenn verschiedenen Wege beschritten werden können. Dies ist jedoch nicht der Fall für sozial schwache Personen.
Es gibt verschiedenen Wege, welche hier kombiniert werden können:
– reine Mieter
– Einlage (Genossenschaft)
– Vollfinanzierung mit Darlehen und Krediten (Bei Gruppen muss eine Rechtsform gefunden werden, wenn ein Kredit bei einer Bank beantragt werden soll)
– Fördermittel

Weitere Anstöße waren:

  •  Wohnungen nur so groß wie nötig, so klein wie möglich – dies zwingt zu gemeinschaftlichem Leben.
  •  In Deutschland gibt es, als Ableger der Besetzer-Szene, die Initiative Mietshäuser Syndikat (Selbstorganisiert wohnen – solidarisch wirtschaften! ‚Wohnraum denen, die darin wohnen‘). Dieser Verein führt Beratungen durch.
  •  Aus der AG ‚Wohnen neu denken‘ könnte eine neue Gruppe entstehen, welche ein bestimmtes Projekt weiter verfolgt.
  •  Initial muss die Frage gestellt werden, welche Form von Gemeinschaft erreicht werden soll.
  •  Um ein Projekt anzuschieben benötigt man MUT.
  •  Ein Wohnangebot kann immer nur von einer Gruppe von Interessenten selber entwickelt werden, nicht für andere. Man muss dabei Kompromisse eingehen. In einer großen Gruppe finden sich eventuell mehrere Menschen mit ähnlichen, oder gleichen Vorstellungen.
  •  Um ein Projekt zu starten kann die Einbindung eines Scouts (wie z.B. im Fall der Taunussteiner Höfe) sinnvoll sein; z.B. um zu ermitteln, welche rechtlichen Vorgaben einzuhalten sind.

Die Arbeitsgruppe möchte sich im nächsten Schritt mit den anderen Gruppen von Quartier 4 abstimmen und Schnittstellen besprechen. Außerdem wird zur Zeit geprüft, wie mehr Interessenten für eventuelle Wohnprojekte angesprochen werden können.

Im Juni wird sich die Arbeitsgruppe nicht treffen, dafür ist für Anfang Juli ein Termin geplant – hierzu wird es noch eine Veröffentlichung geben.

-me-

Besuch in der Blücherstraße – Genossenschaft Gemeinschaftlich Wohnen

Am Donnerstag, den 03. Mai 2018, fand unser zweiter Ausflug in ein Wohnprojekt statt ; drei Teilnehmer unser Arbeitsgruppe ‘Wohnen neu denken’ haben an einer Führung durch das Wohnprojekt Blücherstraße teilgenommen.

Der Gebäudekomplex ist ca. 100 Jahre alt, mit Vorder-, Mittel- und Hinterhaus.

Es gibt 22 Wohnungen die von ca. 55 Personen bewohnt werden. Drei Wohnungen sind barrierefrei; alle Wohnungen sind über einen Aufzug im Hinterhaus erreichbar. Die Wohnungen verfügen über Flächen zwischen 45 qm und 100 qm. Es gibt mehrere Gemeinschaftsräume: Kinderraum, Werkraum, Nähzimmer, Wohnküche, Plenarraum, Dachterrasse und Waschküche. Die Erdgeschoßwohnungen werden nicht vermietet, da sie nur wenig Wohnqualität bieten, sie sind entweder an Firmen vermietet oder werden gemeinschaftlichen genutzt, z.B. als Fahrradraum, Müllraum, Büro, etc..

Die Gründung einer Gruppe erfolgte 1996, 2003 hat sich die Gruppe zu einer Genossenschaft zusammengeschlossen. Die ersten genossenschaftlichen Mitglieder sind in frei gewordene Wohnungen gezogen, der Kauf des Gebäudekomplexes erfolgte 2005. Von der ursprünglichen Gruppe aus dem Jahr 1996 sind zwei Personen/Familien eingezogenen. Die Finanzierungskosten von 2,6 Mio € wurden auf unterschiedliche Weisen zusammengetragen: es wurde eine öffentliche Förderung erreicht, Spenden wurden gesammelt, Bürgschaften von Familien und Freunden wurden eingesetzt. Die Bürgschaften konnten mittlerweile alle abgelöst werden.

Die Genossenschaftler/innen, die in der Blücherstraße wohnen, müssen Pflichtanteile übernehmen, deren Höhe orientiert sich an der Wohnungsgröße; sie beträgt 450 €/qm. Diese Einlage dient in erster Linie der Finanzierung der gemeinschaftlichen Räume und Einrichtungen. Für die Wohnungen sind monatliche Nutzungsentgelte von ca. 6,50 €/qm, sowie Nebenkosten zu zahlen.

Die Gemeinschaft organisiert sich durch regelmäßiges Treffen; diese finden alle 15 Tage statt, und damit immer an unterschiedlichen Wochentagen. Darüber hinaus gibt es verschiedene Arbeitsgruppen. Außerdem gibt es noch Paten und Experten für die vielfältigen Aufgaben und Anliegen.

Ohne Kompromisse ist diese Art des Zusammenlebens nicht möglich, so war eine Aussage. Eine größere Unterstützung von Seiten der Stadt Wiesbaden wird für die verschiedenen Projekte gewünscht.

Insgesamt schien das Projekt die Erwartungen der Mitglieder erfüllt zu haben. Auf die die Besucher wirkte das Projekt sehr positiv, durch die bauliche Umsetzung, aber auch durch die Gruppendynamik, mit ihrem sozialen Engagement,

-Qur/me-